Dienstag, 17. März 2009

der Hahn ist tot!

Teil II (Teil I gibt es hier)

Das Mama-Huhn hat ja im letzten Sommer erst ziemlich spät angefangen zu brüten, nämlich erst am 6. August (das Datum kann ich mir ganz gut merken, weil da SchwieMa Geburtstag hat)
Nach 21 Tagen schlüpfen normalerweise die Küken. Wenn nicht, wie bei uns, zwei Tage vor dem Schlüpfen ein mordlustiger Igel das Gelege räubert. Von den 8 Eiern hat er 5 gefressen, eins lag zerdeppert auf dem Boden, zwei Eier waren noch ganz. Und das Mama-Huhn sass panisch in der Ecke und hat sich nicht mehr auf das Nest gesetzt.
Nachdem mein Ritter morgens beim Füttern das Drama entdeckt hatte, flog zuerst der vollgefressen in einer Ecke des Stalls schlafende Igel auf die andere Seite der Mauer, dann hat er das völlig aufgeregte Huhn wieder aufs Nest gesetzt.
Wir hatten gehofft, das wenigstens aus den verbleibenden Eiern Küken schlüpfen. Zwei Tage später war eines der Eier zerbrochen, darin ein totes Küken. Eigentlich hatte ich gedacht, das Mama-Huhn nun vom Nest aufsteht, aber sie hat tatsächlich noch einmal drei Wochen lang gebrütet. Da ich überhaupt nicht damit gerechnet hatte, hab ich ihr auch keine Eier mehr untergeschoben. So hat sie 3 Wochen lang auf zwei Eiern gesessen.
Scheinbar hatte das Perlhuhn ein Ei gestiftet, denn das einzige überlebende Küken, das nach Ablauf der drei Wochen geschlüpft ist, entwickelte sich zum Perlhuhn.
Wir hatten ja gehofft, das es einHuhn ist. Denn unsere drei Hühner sind mit dem Hahn doch recht überbeansprucht...


Leider fing das Huhn im Laufe der Zeit an zu krähen und einen Kamm zu entwickeln.
Und inzwischen bekam auch der kleine Hahn Frühlingsgefühle...
Deshalb haben wir ihn gestern geschlachtet.
(über das Schlachten siehe Teil eins. Ich mach es nach wie vor sehr ungern)

Da hängt er nun, der arme Gockel.
(Und wartet darauf, von der armen Frau Ritterstern gerupft zu werden)

Die Miezen finden es sehr interessant, was da hinter der Scheibe -und leider für sie absolut unerreichbar- passiert.


Ganz großes Kino!




So sah er dann aus, seines Federkleides entledigt. Stolze 1,6 kg brachte der ausgenommene Gockel auf die Waage.
Nach wie vor finde ich es äußerst gruselig, so ein Tier auszunehmen.
Aber irgendwie hab ich es auch diesmal geschafft.
Fein säuberlich in 4 Teile zerteilt wartet er nun in der Gefriertruhe darauf, Sonntagsbraten zu werden.



1 Kommentar:

  1. Weißt du was Frau Ritterstern, schlachten ist keine schöne Sache an sich. Doch dein Hahn durfte wenigstens ein Leben haben, eines was Millionen/Milliarden Hühner/Hähnchen nicht haben dürfen. Und ich gehe mal davon aus, das er ein schnelles Ende hatte und nicht wie die anderen Hühner...
    So, das musste ich jetzt einfach mal dazuschreiben ;o)

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